Risiken & Compliance

5 HR-Fehler in Start-ups, die schnell teuer werden können

Fehlende Zeiterfassung, falsche Einstufungen, lückenhafte Verträge – diese Fehler passieren in fast jedem Start-up. Was sie kosten können und wie ihr sie vermeidet.

Natalie Kruselburger

Natalie Kruselburger

Head of HR · PeopleWard

1. Zeiterfassung wird nicht sauber geführt

In Österreich besteht eine gesetzliche Pflicht zur Arbeitszeiterfassung. Viele Start-ups führen keine oder eine unvollständige Aufzeichnung – aus Unwissenheit oder weil es „eh keiner prüft".

Bei einer Arbeitsinspektions-Prüfung kann das zu Verwaltungsstrafen führen. Die Einführung dauert nur wenige Stunden – das Risiko lässt sich also einfach eliminieren.

2. Mitarbeitende sind falsch eingestuft

Kollektivvertragsregelungen sind komplex. Wer Mitarbeitende in der falschen Verwendungsgruppe einstuft, zahlt möglicherweise zu wenig – und haftet für die Differenz rückwirkend.

Das ist einer der teuersten HR-Fehler überhaupt. Eine einmalige Prüfung der Einstufungen ist daher Pflicht – besonders wenn das Team schnell gewachsen ist.

3. Verträge sind lückenhaft oder veraltet

Schnell zusammengestellte Musterverträge decken oft nicht alles ab: Verschwiegenheit, IP-Rechte, Probezeit, Kündigungsfristen. Was im Alltag kein Problem ist, wird bei Konflikten zur Schwachstelle.

Ein sauberer HR Setup beginnt mit rechtssicheren Vertragsvorlagen, die zum Unternehmen passen.

4. Datenschutz bei HR-Daten wird vernachlässigt

Bewerbungsunterlagen, Personalakten, Gehaltsabrechnungen – all das sind personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO. Wer keine klare Struktur hat, wer worauf Zugriff hat, riskiert Datenschutzverletzungen.

Auch kleine Teams brauchen eine klare Regelung, wie HR-Daten gespeichert, verarbeitet und gelöscht werden.

5. Recruiting läuft ohne Struktur

Ad-hoc-Recruiting kostet Zeit und führt zu schlechten Entscheidungen. Ohne klare Job-Profile, definierte Prozesse und strukturierte Interviews wird jede Einstellung zur Lotterie.

Professionelle Recruiting-Unterstützung hilft nicht nur, schneller zu besetzen – sondern besser. Das zahlt sich langfristig aus.

Fazit

Diese fünf Fehler haben eines gemeinsam: Sie lassen sich mit wenig Aufwand vermeiden, wenn man frühzeitig Struktur schafft. Ab wann das relevant wird, hängt vom Team ab – aber meist früher als gedacht.

PeopleWard unterstützt Tech-Start-ups in Österreich dabei, genau diese Grundlagen sauber aufzusetzen.

Häufige Fragen

Was kostet ein HR-Fehler in der Praxis?

Das hängt vom Fehler ab. Falsche Einstufungen können rückwirkende Nachzahlungen im vierstelligen Bereich auslösen. Datenschutzverstöße können Bußgelder nach sich ziehen. Die Kosten für Prävention sind deutlich geringer.

Wie kann ich prüfen, ob meine Verträge in Ordnung sind?

Lass sie von jemandem mit HR-Erfahrung und rechtlichem Hintergrund prüfen. Bei PeopleWard ist das Teil des HR-Setup-Pakets.

Ist Zeiterfassung auch für Remote-Teams Pflicht?

Ja – die österreichische Arbeitszeiterfassungspflicht gilt unabhängig davon, ob ein Team remote oder im Büro arbeitet.

Über die Autorin

Natalie Kruselburger

Natalie Kruselburger ist Gründerin von PeopleWard und HR-Expertin mit über 10 Jahren Erfahrung in HR, People & Leadership. Sie unterstützt Start-ups, Scale-ups und wachsende KMU beim Aufbau professioneller HR-Strukturen.

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